Trump fordert Truppenabzug Israels aus Syrien und Libanon
US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat am vergangenen Donnerstag aufgefordert, die israelischen Truppen aus Syrien und dem Libanon abzuziehen. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US- und israelische Regierungsvertreter. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen in der Region und der laufenden Militäroperationen.
Trump verzichtet auf Gebühr für Schiffsfracht in der Straße von Hormus
In einer überraschenden Kehrtwende hat US-Präsident Donald Trump den Plan für eine 20-prozentige Gebühr auf Schiffsfracht in der Straße von Hormus wieder fallengelassen. Einen Tag nach der Ankündigung teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, dass er nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten beschlossen habe, die Abgabe durch „massive“ Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten zu ersetzen. Die Einnahmen aus diesen Abkommen sollten die Kosten der USA für die Sicherheit in der Meerenge decken. Die Seeblockade iranischer Häfen solle jedoch wie geplant wiederaufgenommen werden und soll laut einer Mitteilung des US-Militärs um 22 Uhr MESZ in Kraft treten. Nach der Ankündigung der Gebühr waren die Ölpreise zwischenzeitlich stark gestiegen, was in den USA angesichts der bevorstehenden Kongresswahlen ein zentrales Thema ist.
US-Militär zieht bis Ende September aus dem Irak ab
Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi erklärte bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington, dass das US-Militär bis zum 30. September vollständig aus dem Irak abziehen werde. Trump sagte dazu: „Nun, wir glauben nicht, dass wir das Militär dort noch brauchen.“ Die Zahl der US-Truppen wurde in den vergangenen Monaten bereits reduziert; im Januar verließen die US-Soldaten den Stützpunkt Ain al-Assad. Nach dem Abzug verbleiben US-Truppen noch in Erbil, am Flughafen von Bagdad und in der Grünen Zone.
Iranische Insel Keschm von Geschossen getroffen
Die iranische Insel Keschm nahe der Straße von Hormus ist nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens von Geschossen getroffen worden. Der staatliche Sender Irib zitierte das Büro des Gouverneurs der Provinz Hormosgan, wonach die Insel um 19 Uhr Ortszeit „von Geschossen des amerikanischen Feindes getroffen“ worden sei. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von Explosionen auf Keschm und wies darauf hin, dass das Gebiet Masan in den vergangenen Tagen mehrfach von der US-Armee attackiert worden sei.
Acht Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen
Bei einem israelischen Angriff auf eine Polizeistation im Norden des Gazastreifens wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes acht Menschen getötet, darunter eine Frau. Die Leichen wurden in das Al-Schifa-Krankenhaus gebracht. Die Hamas verurteilte den Angriff und erklärte, dass der Leiter der Polizeistation unter den Todesopfern sei. Die israelische Armee bestätigte den Angriff und gab an, „Terroristen“ ins Visier genommen zu haben. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe; nach Angaben des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums wurden seitdem mindestens 1110 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet.
Israel billigt Gelder für 34 neue Siedlungen im Westjordanland
Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Budget von 1,3 Milliarden Schekel (etwa 379 Millionen Euro) für den Bau von 34 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland gebilligt. Weitere 1,1 Milliarden Schekel sind für den Bau von Straßen vorgesehen. Finanzminister Bezalel Smotrich erklärte, dies stärke die Sicherheit Israels und verhindere die Errichtung eines „Terrorstaates“. Die meisten Staaten und die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen als illegal.
US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen aus Israel
Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt haben die USA den geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion ausgesetzt. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Sommerreisezeit führen. Die „Jerusalem Post“ berichtete, dass der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen kann. Transportministerin Miri Regev wies die Flughafenbehörde an, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen.
Netanjahu droht Iran mit großer Härte
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte dem Iran im Falle eines Angriffs mit einer starken Reaktion. „Die Zeiten, in denen uns jemand Schaden zufügt und wir nicht doppelt zurückschlagen, sind vorbei“, sagte Netanjahu laut Regierungspresseamt. Der Iran müsse mit einer viel stärkeren Reaktion rechnen.
Iranische Abgeordnete fordern Rache
Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Mehr als 180 der 290 Abgeordneten verlangten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Bei der Sitzung schwenkten sie rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen.
USA greifen Buschehr und andere Ziele im Iran an
Die USA haben nach iranischen Angaben die Stadt Buschehr angegriffen, in der sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. Vier Stellen in der Hafenstadt seien getroffen worden, sagte der stellvertretende Provinzgouverneur. Zudem wurden Angriffe auf Abadan und Mahschahr gemeldet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von Explosionen westlich von Bandar Abbas.
Libanon und Israel nehmen Verhandlungen über Truppenabzug auf
Libanon und Israel haben in Rom Verhandlungen über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon aufgenommen. Die Gespräche in der US-Botschaft sollen die Umsetzung eines Rahmenabkommens erörtern, das am 26. Juni in Washington vereinbart wurde. Es sieht ein Ende des Konflikts, die Entwaffnung der Hisbollah und den Abzug der israelischen Armee vor. Die libanesische Delegation strebt einen schrittweisen Abzug an.
Haus von Wildhüter im Iran bombardiert
Bei den US-Angriffen im Iran wurde das Haus eines Wildhüters in der Provinz Hormusgan bombardiert, wobei drei Menschen ums Leben kamen. Das Nachrichtenportal „Rokna“ berichtete, dass zwei Söhne und eine Schwiegertochter des Mannes getötet wurden. Der Wildhüter überlebte, da er sich im Dienst befand.
Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk
Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung appellierten sie an das jordanische Volk und forderten die Auflösung der US-Stützpunkte. Die Revolutionsgarden teilten mit, einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben.
USA setzen Angriffe im Iran fort – Teheran attackiert Tanker
Das US-Militär hat die dritte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran gestartet, während der Iran in der Straße von Hormus zwei Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate mit Marschflugkörpern attackierte. Dabei wurde ein indisches Besatzungsmitglied getötet und acht Personen verletzt. US-Präsident Trump kündigte weitere Angriffe an und deutete an, dass die USA eine tief unter der Erde gelegene Einrichtung angreifen könnten, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist.



