Polens Ministerpräsident Donald Tusk rechnet nicht mit einem baldigen Frieden in der Ukraine. Er erwarte, dass Russland unter Präsident Wladimir Putin den Konflikt mindestens bis zum Winter ausdehnen werde, sagte Tusk am Dienstag vor Journalisten in Paris.
Eskalation statt Waffenstillstand
„Angesichts der starren Haltung Russlands und Putins scheint es zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich, dass in naher Zukunft ein Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen erreicht wird“, betonte Tusk. Es sei eher eine Eskalation der russischen Angriffe zu erwarten.
Militärübungen mit Frankreich und Großbritannien
Polen werde im Herbst Militärübungen mit französischen und britischen Truppen ausrichten, kündigte Tusk weiter an. Ziel sei es, eine „Koalition der Willigen“ darauf vorzubereiten, die Sicherheit für die Ukraine und die Region zu gewährleisten, sobald ein Friedensabkommen oder ein Waffenstillstand erreicht sei.
Beratungen mit Nato und Selenskyj
Tusk hatte die Lage nach eigenen Angaben zuvor mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erörtert. Die westlichen Verbündeten der Ukraine hatten am Montag in Paris beraten.



