UN: Juni 2026 mit 293 zivilen Toten schlimmster Monat seit Kriegsbeginn
UN: Juni 2026 schlimmster Monat für Zivilisten in Ukraine

Die Vereinten Nationen haben für Juni 2026 einen neuen traurigen Höchststand an zivilen Opfern in der Ukraine verzeichnet. Mindestens 293 Zivilisten wurden bei russischen Angriffen getötet, weitere 1990 erlitten Verletzungen. Dies sei der blutigste Monat seit April 2022, erklärte die Menschenrechtsbeobachtungsmission der UN in der Ukraine (HRMMU).

Schwerpunkt Angriffe auf Städte

Fast die Hälfte der Opfer – 139 Tote – ging auf Attacken mit Raketen oder Drohnen auf ukrainische Städte zurück. Besonders betroffen waren die Hauptstadt Kiew und die Stadt Dnipro. „Nach einem starken Anstieg im Mai erhöhte sich die Zahl der zivilen Opfer weiter“, stellte die HRMMU fest. Die Mission beobachtet einen Trend zu Angriffen fernab der Frontlinie, was den zunehmenden Einsatz von schweren Waffen in dicht besiedelten Gebieten widerspiegele.

HRMMU-Leiterin Danielle Bell erklärte: „Der zunehmende Einsatz schlagkräftiger Waffen hat bei Verwendung in dicht besiedelten Städten besonders verheerende Folgen.“

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Drohnenangriffe entlang der Front

Neben den Stadtangriffen wurden auch viele Tote durch Drohnenangriffe entlang der Frontlinie registriert. Im Juni starben dort 89 Zivilisten, 588 weitere wurden verletzt. Insgesamt gibt die HRMMU die Zahl der seit Kriegsbeginn im Februar 2022 getöteten Zivilisten mit 16.431 an. Allerdings sei diese Zahl wahrscheinlich zu niedrig, da Opferzahlen aus von Russland besetzten Gebieten oft nicht verifiziert werden könnten.

Auch in Russland steigen zivile Opfer

Die russischen Behörden meldeten ebenfalls einen Anstieg der zivilen Opfer. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 250 Zivilisten in Russland durch ukrainische Angriffe getötet – ein Anstieg von 121 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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