Das Münchner Rüstungsunternehmen Helsing, das als wertvollstes europäisches Rüstungs-Start-up gilt, arbeitet nun auch an einer Robotik-Plattform. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Entwicklung eines vollständigen Roboters, sondern vielmehr auf der Weiterentwicklung autonomer Fähigkeiten – sowohl in der Luft als auch am Boden. Dies gab Chefentwickler Antoine Bordes erstmals im Gespräch mit dem Handelsblatt bekannt.
Forschungsprojekt mit Potenzial
Aktuell stuft Helsing die Arbeit an der Robotik-Plattform als Forschungsprojekt ein. Doch dabei muss es nicht bleiben. Eine mögliche Übernahme könnte die Entwicklung beschleunigen. Das Unternehmen, das für seine KI-gestützten Verteidigungssysteme bekannt ist, sieht in der Bodenrobotik einen strategischen Wachstumsbereich.
Vierbeinige Roboter im Fokus
Besonderes Interesse gilt den sogenannten vierbeinigen Robotern, die für verschiedene militärische und zivile Anwendungen eingesetzt werden könnten. Helsing möchte seine Expertise im Bereich künstlicher Intelligenz nutzen, um diese Systeme mit fortschrittlichen autonomen Fähigkeiten auszustatten. „Unser Ziel ist es, die Grenzen des Möglichen zu erweitern“, so Bordes.
Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der die europäische Verteidigungsindustrie verstärkt in autonome Technologien investiert. Helsing, das erst vor wenigen Jahren gegründet wurde, hat sich schnell einen Namen gemacht und gilt als Vorreiter für KI in der Rüstungsbranche. Mit der neuen Robotik-Plattform könnte das Unternehmen seine Position weiter stärken und neue Märkte erschließen.



