Tausende demonstrieren in Berlin: Solidarität mit der Ukraine am Jahrestag des Kriegsbeginns
Berlin: Tausende zeigen Solidarität mit Ukraine am Kriegsjahrestag

Tausende demonstrieren in Berlin: Solidarität mit der Ukraine am Jahrestag des Kriegsbeginns

Am Abend des 24. Februar 2026 zogen Tausende von Menschen über den Boulevard Unter den Linden durch Berlin zum Brandenburger Tor, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden. Anlässlich des vierten Jahrestages des Kriegsbeginns erinnerten die Demonstranten an den russischen Angriff auf das Land und gedachten der zahlreichen Opfer, die dieser Konflikt bereits gefordert hat.

Brandenburger Tor in ukrainischen Nationalfarben erstrahlt

Das historische Brandenburger Tor war für die Kundgebung in den Nationalfarben der Ukraine – Blau und Gelb – angestrahlt worden. Vor dieser eindrucksvollen Kulisse versammelten sich die Teilnehmer, viele von ihnen schwenkten ukrainische Fahnen oder hatten sie sich um die Schultern gelegt. Nach Angaben der Berliner Polizei nahmen etwa 5.000 Menschen an der Veranstaltung teil, während die Organisatoren von einer deutlich höheren Zahl ausgingen.

Ukrainischer Botschafter dankt Deutschland für Unterstützung

Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev hielt eine bewegende Rede von einer Bühne direkt vor dem Brandenburger Tor, umringt von mehr als zwei Dutzend Botschaftern europäischer Länder. „Wir Europäer müssen verstehen, dass Frieden nicht vom Himmel fällt, dass Frieden erkämpft werden muss“, betonte Makeiev. Er bedankte sich ausdrücklich für die umfangreiche Unterstützung aus Deutschland, das inzwischen zum wichtigsten Unterstützer der Ukraine geworden sei.

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Makeiev verwies auf konkrete Fortschritte:

  • Deutsche Investitionen in die ukrainische Rüstungsindustrie im vergangenen Jahr
  • Gemeinsame Entwicklung von Drohnen, die Ziele tief im russischen Territorium erreichen können

Während der gesamten Kundgebung war immer wieder die Forderung nach mehr Waffenlieferungen zu hören – sowohl von der Bühne als auch aus den Reihen der Demonstranten.

Berlins Regierender Bürgermeister sendet klare Botschaft

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erinnerte an die erst 2023 geschlossene Städtepartnerschaft zwischen Berlin und der ukrainischen Hauptstadt Kiew. „Wir glauben fest daran, dass Kiew in Zukunft auch eine Stadt der Freiheit sein wird – und die Ukraine ein freies Land“, sagte Wegner unter großem Applaus der Menge.

Der Bürgermeister richtete auch eine deutliche Botschaft an Moskau: „Gebt endlich die ukrainischen Kinder zurück, die ihr entführt habt. Und hört endlich auf mit dem Morden. Wir werden nicht wegschauen.“ Nach ukrainischen Angaben wurden Tausende Kinder und Jugendliche aus russisch besetzten Gebieten verschleppt, was Russland stets zurückweist.

Wegner bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Kriegsverbrecher, der nach Kriegsende zur Verantwortung gezogen werden müsse. „Am Ende siegt die Gerechtigkeit, und am Ende siegt die Freiheit“, schloss er seine Rede mit diesen hoffnungsvollen Worten.

Europäische Solidarität sichtbar gemacht

Die Kundgebung am Brandenburger Tor demonstrierte eindrucksvoll die anhaltende europäische Solidarität mit der Ukraine. Die Anwesenheit zahlreicher europäischer Botschafter unterstrich die gemeinsame Haltung gegenüber der russischen Aggression. Die Veranstaltung sendete nicht nur ein Signal der Unterstützung an die Ukraine, sondern auch eine klare Botschaft der Entschlossenheit an die internationale Gemeinschaft.

Die friedliche Demonstration zeigte, dass das Engagement für die ukrainische Sache auch vier Jahre nach Kriegsbeginn ungebrochen ist. Die Teilnehmer betonten mit ihrer Präsenz, dass die Erinnerung an die Opfer des Krieges wachgehalten werden muss und dass der Kampf für Frieden und Freiheit weitergeht.

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