Schädlings-Report 2026: Bettwanzen dominieren Berlin, Silberfische erobern Bayern
Schädlings-Report 2026: Bettwanzen in Berlin, Silberfische in Bayern

Schädlings-Report 2026: Bettwanzen lieben Berlin, Silberfische Bayern

Es krabbelt im Bad, es raschelt im Keller und nachts summt es am Ohr – Deutschlands Wohnungen werden immer häufiger zum Tummelplatz für ungebetene Gäste wie Ratten, Bettwanzen und Silberfische. Eine aktuelle Schädlings-Statistik offenbart, wo Ungeziefer in Deutschland besonders häufig auftaucht und warum sich die Situation an manchen Orten dramatisch verschärft.

Früher Sommer und Urbanisierung verändern Schädlingslandschaft

Ein früher Sommerbeginn, eine hohe Reisetätigkeit der Bevölkerung und die zunehmende Urbanisierung verändern die Schädlingssituation in Deutschland grundlegend. Das zeigt der aktuelle Report 2026 von „SchädlingsHero“, der größten Plattform für geprüfte Schädlingsbekämpfer in Deutschland. Die Auswertung basiert auf über 20.000 Anfragen von Verbrauchern aus den letzten beiden Jahren und macht deutlich, welches Ungeziefer bundesweit aktuell dominiert.

Wespen bleiben häufigste Plagegeister – Brandenburg besonders betroffen

Eigentlich ist die Deutsche Wespe ein effektiver Bestäuber und kein klassischer Schädling. Da jedoch nur ausgebildete Experten Wespennester entfernen dürfen, tauchen Wespen dennoch prominent in der Statistik auf. Mit bundesweit 30 Prozent aller Anfragen bleiben Wespen die häufigsten Plagegeister in deutschen Haushalten und Gärten. In Brandenburg weisen sie mit 41 Prozent aller Schädlingsbekämpfungsanfragen sogar den höchsten Anteil auf. In Bayern hingegen ging der Anteil der Wespenanfragen auf 29 Prozent zurück.

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Berlin festigt seinen Ruf als Bettwanzen-Hauptstadt

Platz zwei im bundesweiten Schädlingsranking belegt eindeutig die Bettwanze. Ihr Anteil an den bundesweiten Anfragen stieg leicht von 18 auf knapp 19 Prozent. Besonders alarmierend: Ein Drittel aller Bettwanzenanfragen kam aus der Hauptstadt Berlin. Dieser Anstieg spiegelt ein generelles Problem in Ballungsräumen wider, das die Verbreitung der kleinen Blutsauger begünstigt: hohe Mobilität, viele Reisende und eine starke Fluktuation in der Wohnraumnutzung. Zunehmend seien auch Wohnanlagen betroffen, die früher nicht als klassisch gefährdet gegolten hätten.

Ratten, Kakerlaken und Mäuse halten sich stabil

Auf den weiteren Plätzen im aktuellen Schädlingsranking folgen Ratten auf Platz drei mit 7 Prozent der Anfragen und Kakerlaken auf Platz vier mit 6 Prozent. Mäuse liegen mit ebenfalls 6 Prozent auf Platz fünf und zeigen eine erstaunlich stabile Entwicklung. In Großstädten mit vielen Restaurants wie Berlin finden sie immer ausreichend Nahrung. Den sogenannten Kanalratten dienen unterirdische Abwasserkanäle als idealer Lebensraum, von wo aus sie über defekte Kanalisationen in Häuser gelangen können.

Silberfische erobern Neubauten in Bayern und NRW

Silber- und Papierfischchen legten 2025 bundesweit deutlich zu und zeigen eine besorgniserregende Entwicklung. Vor allem in Neubauten, wo Restfeuchtigkeit ihre Verbreitung begünstigt, können sich Befälle teilweise im gesamten Gebäude ausbreiten. Auch Papierfischchen treten häufiger auf – ihr Anteil sprang von 4 auf 6 Prozent und liegt damit inzwischen gleichauf mit Mäusen. Ein Viertel aller Fischchen-Anfragen kam aus Bayern und Nordrhein-Westfalen, was diese Regionen zu Hotspots für diese Schädlinge macht.

Regionale Unterschiede durch Umweltfaktoren

Die regionalen Unterschiede beim Auftreten verschiedener Schädlinge lassen sich durch spezifische Umweltfaktoren erklären. Schädlinge siedeln sich bevorzugt dort an, wo Temperatur, Feuchtigkeit und das allgemeine Umfeld optimal zu ihrem Lebenszyklus passen. Die Kombination aus klimatischen Bedingungen, baulichen Gegebenheiten und menschlichem Verhalten schafft somit unterschiedliche Bedingungen für die Verbreitung von Ungeziefer in verschiedenen Regionen Deutschlands.

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