Löschhubschrauber kollidieren: Zwei Tote bei Waldbrand nahe Athen
Löschhubschrauber-Kollision: Zwei Tote bei Waldbrand

Bei der Bekämpfung eines schweren Waldbrandes westlich von Athen sind zwei Löschhubschrauber am Sonntag in der Luft kollidiert. Eine der Maschinen stürzte ab, der Pilot und der Copilot kamen ums Leben. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte den Tod der beiden Einsatzkräfte am Abend. Zuvor hatte Ungewissheit über ihr Schicksal geherrscht. Wie Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich bei den Opfern um einen Dänen und einen Griechen.

Die Kollision ereignete sich während der Löscharbeiten an der Front des Großbrandes, der seit Freitag rund um das Gebirgsmassiv Kithairon wütet. Der staatliche Rundfunk ERT veröffentlichte ein Video, das den Zusammenstoß dokumentiert. Darauf ist zu sehen, wie sich die Flugbahnen der beiden Helikopter kontinuierlich annähern, bis ein Rotor den anderen Hubschrauber berührt. Unmittelbar darauf explodiert die eine Maschine und stürzt als Feuerball zu Boden. Die Leichen des Piloten und des Copiloten wurden später in der Absturzregion gefunden.

Die Crew des zweiten Hubschraubers überlebte das Unglück: Die beiden Piloten konnten ihre Maschine nach Angaben des griechischen Rundfunks notlanden. In ersten Meldungen war fälschlicherweise berichtet worden, dass beide Hubschrauber abgestürzt seien – diese Information wurde später korrigiert.

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Video zeigt dramatischen Zusammenstoß

Das von ERT veröffentlichte Video hat in Griechenland Bestürzung ausgelöst. Es zeigt, wie sich die beiden Löschhubschrauber in geringer Höhe über dem dicht bewaldeten Gelände begegnen. Anstatt zu trennen, ziehen die Maschinen ihre Bahnen immer weiter zusammen. Der kritische Moment ist deutlich zu erkennen: Ein Helikopter gerät mit seinem Rotor in den anderen. Es folgt eine Explosion, dann schlägt eine Stichflamme aus der getroffenen Maschine. Der Hubschrauber stürzt als brennendes Wrack in die Baumwipfel.

Die Rettungskräfte konnten die Absturzstelle nach Feuerwehrangaben schnell erreichen. Die Bergung der beiden Toten wurde eingeleitet. Die genaue Unglücksursache ist bislang unklar. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit des Löschflugbetriebs auf, bei dem mehrere Maschinen oft gleichzeitig in einem begrenzten Luftraum operieren.

Waldbrand bedroht Megara

Die Luftkollision überschattet die ohnehin angespannte Lage im Kampf gegen die Flammen. Das Feuer, das seit Freitag wütet, hat sich einem Bericht des griechischen Rundfunks zufolge bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara ausgebreitet. Megara zählt rund 36.000 Einwohner. Ersten Schätzungen zufolge wurden mehr als 10.000 Hektar Land zerstört – Wälder, Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen gingen in den Flammen verloren.

Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen den Großbrand, darunter auch Feuerwehrleute aus Rumänien und Frankreich. Sie versuchen, die Flammen von Megara fernzuhalten. Im Raum Athen ist der Großeinsatz unüberhörbar: Immer wieder brummen und knattern Löschflugzeuge und Hubschrauber, die in die Krisenregion unterwegs sind.

Hilfe aus dem Ausland

Die griechischen Behörden haben bei der Brandbekämpfung internationale Unterstützung erhalten. Neben den einheimischen Kräften sind Abordnungen aus Rumänien und Frankreich im Einsatz. Die Zusammenarbeit der internationalen Teams läuft nach Angaben der Feuerwehr koordiniert. Trotz des tragischen Zwischenfalls gehen die Löscharbeiten weiter.

Der Brand rund um das dicht bewaldete Gebirgsmassiv Kithairon zählt zu den heftigsten der diesjährigen Waldbrandsaison in Griechenland. Das schwierige Gelände erschwert den Einsatz der Bodenmannschaften, weshalb die Luftunterstützung eine entscheidende Rolle spielt. Die Kollision der beiden Hubschrauber zeigt allerdings, wie riskant dieser Einsatz ist.

Ermittlungen zur Unglücksursache

Die Behörden haben die Untersuchung des Zusammenstoßes aufgenommen. Derzeit ist unklar, warum sich die beiden Maschinen so weit angenähert haben, dass es zur Berührung kam. Die Auswertung der Videoaufnahmen und der Flugdaten soll Klarheit bringen. Ein Sprecher der Feuerwehr kündigte an, die Ergebnisse der Ermittlungen zu veröffentlichen, sobald sie vorliegen.

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In der Zwischenzeit bleibt die Situation an der Brandfront angespannt. Die Einsatzkräfte arbeiten unvermindert daran, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Für die Region um Megara und die Hauptstadt Athen steht viel auf dem Spiel. Der tragische Verlust der beiden Löschpiloten macht deutlich, welchen Preis die Männer und Frauen bei der Waldbrandbekämpfung zahlen können.