In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte, wurde das Schiff vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen. Der Vorfall ereignete sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Lima.
Kuwaitischer Tanker beschädigt – Feuer im Maschinenraum
Der Sicherheitsfirma Ambrey zufolge handelt es sich bei dem angegriffenen Schiff um ein kuwaitisches Schiff. Bei dem Angriff seien die Tanks des Tankers beschädigt worden. Zudem sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen, teilte Ambrey mit. Das Schiff hatte zum Zeitpunkt des Vorfalls seine automatischen Schiffsidentifizierungssysteme (AIS) abgeschaltet, mit denen über Funk Navigations- und Schiffsdaten ausgetauscht werden.
Bereits am Vortag Angriffe auf Tanker
Erst am Vortag war vor der Küste des Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Sicherheitsfirmen zufolge gehört der betroffene Tanker dem griechischen Unternehmen Dynacom. Ein weiterer Tanker des Unternehmens wurde vor der omanischen Küste demnach fast zur selben Zeit angegriffen.
Hintergrund: Streit um Schifffahrtsroute
Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen und hatte wiederholt erklärt, nur die von Teheran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran derzeit wieder eskaliert.



