Chase-Tagesgeld in Deutschland: 4,0 % Zinsen im Vergleich – lohnt sich das Angebot?
Chase-Tagesgeld: 4,0 % Zinsen – lohnt sich das Angebot?

Chase-Tagesgeld: Ein Überblick über die Konditionen

Seit Mai 2026 ist die Direktbank Chase, eine Tochter der US-Großbank J.P. Morgan, in Deutschland aktiv und sorgte mit ihrem Tagesgeldkonto für Aufsehen. Der Neukundenzins von 4,0 Prozent pro Jahr für vier Monate lag damals deutlich über dem Marktdurchschnitt. Mittlerweile hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen erhöht, und mehrere Banken haben nachgezogen. Wo steht Chase heute im Vergleich? Die Kernkonditionen: Neukunden erhalten 4,0 Prozent p. a. für vier Monate, danach ein variabler Bestandskundenzins von derzeit 2,0 Prozent. Der Maximalbetrag für den Aktionszins beträgt 1.000.000 Euro, die Zinsauszahlung erfolgt monatlich. Die Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro pro Kunde über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung.

Wie schneidet Chase im aktuellen Tagesgeld-Vergleich ab?

Zum Start war Chase nahezu konkurrenzlos, doch inzwischen bieten drei weitere Banken 4,0 Prozent oder mehr. Die Bigbank aus Estland führt mit 4,05 Prozent p. a. für vier Monate und einem Anschlusszins von 2,25 Prozent. Die Norisbank, eine Tochter der Deutschen Bank, garantiert 4,0 Prozent bis zum 31. Dezember 2026, verlangt aber die Eröffnung eines Girokontos und drei Zahlungsverbindungen. Die Crédit Agricole bietet ebenfalls 4,0 Prozent, jedoch bis zum 31. Januar 2027, begrenzt auf maximal 10.000 Euro Einlagen. Chase hingegen hat keine solchen Nebenbedingungen, was das Angebot besonders unkompliziert macht.

Details zu den Zinsen und zur Einlagensicherung

Der Aktionszins von 4,0 Prozent liegt deutlich über der Inflationsrate, die im Juni 2026 laut Statistischem Bundesamt bei 2,3 Prozent lag. Nach Ablauf der vier Monate greift der variable Zins von 2,0 Prozent – ebenfalls überdurchschnittlich, denn der bundesweite Durchschnitt für Bestandskunden beträgt laut Verivox nur 1,34 Prozent. Einlagen sind bis 100.000 Euro über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung geschützt, was als besonders sicher gilt.

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Alternativen mit längerer Zinsgarantie

Für Sparer, die eine längere Zinsbindung bevorzugen, gibt es Alternativen. Unser Ratgeber „Tagesgeld-Angebote mit langer Zinsgarantie“ listet entsprechende Optionen auf. Auch ein Tagesgeld-Rechner kann helfen, Angebote nach Anlagesumme, Zinsgarantiedauer und Einlagensicherung zu filtern. Allerdings bieten solche Rechner keine vollständige Markttransparenz.

Fazit: Chase bleibt eine Top-Option

Chase bietet weiterhin einen der besten Zinssätze fürs Tagesgeld, nur die Bigbank liegt minimal höher. Die fehlenden Nebenbedingungen machen das Angebot attraktiv. Die Zinsbindung von vier Monaten ist jedoch relativ kurz. Wer längerfristig planen möchte, sollte Alternativen mit längerer Garantie prüfen.

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