Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 177.000 Arbeitsplätze verloren. Dies gab die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekannt. Besonders stark betroffen sind die Autoindustrie, der Maschinenbau und die Metallindustrie. Die Talsohle des Arbeitsplatzabbaus ist nach Einschätzung der Bundesagentur noch nicht erreicht.
Autoindustrie und Zulieferer besonders betroffen
Allein in der Autoindustrie und bei ihren Zulieferern gingen 52.000 Jobs verloren. In der übrigen Metallindustrie wurden 24.000 Stellen abgebaut, im Maschinenbau 28.000. Im Dezember 2025 waren noch 6,5 Millionen Menschen im verarbeitenden Gewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht fast einem Fünftel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland.
Gesamtbeschäftigung sinkt trotz Zuwächsen in anderen Branchen
Über alle Wirtschaftszweige hinweg sank die Beschäftigung um 108.000. Die Zuwächse in anderen Branchen konnten die Verluste in der Industrie nicht ausgleichen, so die Bundesagentur. Die schwache Konjunktur belastet den Arbeitsmarkt schwer.
Talsohle noch nicht erreicht
„In der Industrie verschwinden derzeit monatlich 15.000 Jobs“, erklärte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Ende Juni. Damit ist ein Ende des Stellenabbaus noch nicht absehbar. Die deutsche Industrie, jahrzehntelang Treiber der Wirtschaft, verliert in den Schlüsselbranchen massiv Marktanteile – vor allem an China.



