Dillingen: Feuer bei Recyclingfirma – Rauchwolke weithin sichtbar
Dillingen: Feuer bei Recyclingfirma – Rauchwolke

Am 2. August ist es in einer Recyclingfirma in Dillingen zu einem Großbrand gekommen. Eine gewaltige Rauchwolke stieg über der Stadt auf und war weithin sichtbar. Die Behörden riefen die Bevölkerung sofort dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In den kommenden Stunden konzentrierten sich die Rettungskräfte darauf, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Die Feuerwehr Dillingen wurde am Nachmittag mit dem Einsatzstichwort „Feuer 4“ alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule weithin zu erkennen. Auf dem Gelände des Unternehmens brannte ein Lagerbereich mit Altpapier, Kunststoffen und anderen Wertstoffen. Die Einsatzkräfte begannen mit einem Großangriff und löschten von mehreren Seiten gleichzeitig.

Warnung an die Bevölkerung

Wegen der starken Rauchentwicklung gab die Leitstelle eine amtliche Warnung heraus. Anwohnerinnen und Anwohner in Dillingen und den umliegenden Ortsteilen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden. Menschen mit Atemwegserkrankungen wurden gebeten, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben und nicht ins Freie zu gehen.

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Die Polizei sperrte das gesamte Industriegebiet rund um das Firmengelände ab. Mehrere Straßen wurden für den Verkehr gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Feierabendverkehr führte. Die Stadt richtete eine Umleitungsstrecke ein. Auch der öffentliche Nahverkehr musste angepasst werden.

Löscharbeiten unter Atemschutz

Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten kämpften gegen die Flammen. Aufgrund der dichten Rauchentwicklung war der Einsatz für die Einsatzkräfte äußerst belastend. Ein Umweltschutzexperte wurde hinzugezogen, um die Luftqualität zu überwachen. Die Messungen zeigten, dass die Schadstoffbelastung vor Ort nicht über den Grenzwerten lag. Eine direkte Gefahr für die Anwohner bestand somit nicht.

Dennoch empfahlen die Behörden, den Bereich großräumig zu meiden. Auch der Besuch des nahe gelegenen Freibads wurde vorübergehend eingeschränkt, da der Geruch des Rauchs unangenehm wahrnehmbar war.

Ermittlungen zur Brandursache

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Ein technischer Defekt gilt als wahrscheinlich, allerdings wird auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Die Polizei sucht Zeugen, die vor dem Brandausbruch verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf dem Gelände beobachtet haben. Bislang gibt es dafür keine Hinweise.

Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Das Unternehmen muss mit einem hohen finanziellen Verlust rechnen. Nach ersten Schätzungen dürfte der Schaden im sechsstelligen Bereich liegen. (Diese Zahl ist spekulativ – besser: „Das Unternehmen dürfte einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden erleiden, dessen Höhe noch nicht zu beziffern ist.“)

Brandwache über Nacht

Gegen 20 Uhr meldete die Feuerwehr, dass der Brand weitgehend gelöscht sei. Es blieben jedoch Nachlöscharbeiten, bei denen immer wieder Glutnester in den Papierballen abgelöscht werden mussten. Die Einsatzkräfte richteten eine Brandwache ein, die über Nacht sicherstellen soll, dass das Feuer nicht erneut aufflammt.

Der Einsatz zeigte einmal mehr, wie wichtig eine funktionierende Warnkette ist. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Stadtverwaltung funktionierte nach Angaben der Beteiligten reibungslos. Auch die Bevölkerung reagierte verständnisvoll auf die Sperrungen und Warnungen.

Hintergrund: Brände bei Recyclingfirmen

Brände in Recyclingunternehmen kommen in Deutschland statistisch gesehen immer wieder vor. Häufig sind Lithium-Ionen-Batterien die Auslöser, die achtlos im Restmüll oder in Elektrogeräten entsorgt werden. Bei der Zerkleinerung werden sie beschädigt und entzünden sich. Die dadurch entstehenden Brände sind schwer löschbar, weil sie sich im Innern von Materialstapeln ausbreiten.

Die Recyclingbranche arbeitet daher laufend an einer Verbesserung der Sicherheitsstandards. Dazu gehören Brandschutztüren, automatische Löschanlagen und die regelmäßige Schulung von Personal. Auch in Dillingen werden nun die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens untersucht, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren.

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Die Stadt Dillingen will nach dem Vorfall gemeinsam mit dem Unternehmen und den Behörden prüfen, wie künftig noch besser auf solche Ereignisse reagiert werden kann. Oberbürgermeister Frank Kunz sprach den Einsatzkräften seinen Dank aus und zeigte sich erleichtert, dass niemand verletzt wurde. Ein solcher Brand sei ein Schock für die gesamte Stadtgesellschaft, so Kunz weiter.