Justizministerin besichtigt kindgerechte Vernehmungsräume in Potsdam
Potsdam • Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat heute am Potsdamer Amtsgericht das neu eingerichtete kindgerechte Vernehmungszimmer besichtigt. Begleitet wurde sie dabei von Brandenburgs Justizminister Benjamin Grimm (SPD). Die Politiker informierten sich ausführlich über die spezielle Gestaltung und technische Ausstattung des Raumes sowie über die psychosoziale Prozessbegleitung für betroffene Kinder und Jugendliche.
Modellprojekt soll ausgeweitet werden
Das Vernehmungszimmer wurde bereits seit mehreren Monaten als Modellprojekt erprobt und hat sich in der Praxis bewährt. Nun sollen auch an anderen Brandenburger Gerichten solche speziell gestalteten Räume entstehen. Die kindgerechten Vernehmungsräume ermöglichen es, dass Kinder und Jugendliche bei ihren Aussagen nicht im formellen Gerichtssaal sitzen müssen, was für viele junge Zeugen und Opfer eine erhebliche psychische Entlastung darstellt.
Häufig sind bei diesen Vernehmungen auch vertraute Begleitpersonen anwesend, die den Kindern zusätzlichen Halt geben können. Die Räume sind bewusst anders gestaltet als traditionelle Gerichtssäle – mit kindgerechten Möbeln, beruhigenden Farben und einer technischen Ausstattung, die eine schonende Befragung ermöglicht.
Psychosoziale Unterstützung im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt der Besichtigung lag auf der psychosozialen Prozessbegleitung, die in Brandenburg für junge Zeugen und Opfer angeboten wird. Diese professionelle Unterstützung hilft den Kindern und Jugendlichen, die belastende Situation einer gerichtlichen Vernehmung besser zu bewältigen und traumatische Erfahrungen zu verarbeiten.
Die Justizministerin zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Brandenburger Justiz bei der Umsetzung dieses wichtigen Projekts. „Kindgerechte Vernehmungsräume sind ein wesentlicher Beitrag dazu, dass junge Menschen im Justizsystem besser geschützt werden“, betonte Hubig während ihres Besuchs.
Brandenburgs Justizminister Grimm unterstrich die Bedeutung der Initiative: „Wir müssen alles tun, um Kindern und Jugendlichen in Gerichtsverfahren zusätzlichen Schutz und Unterstützung zu bieten. Diese Räume sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“



