Chaos in Mexiko: Nach El Menchos Tod tötet Militär weiteres Kartell-Oberhaupt
Guadalajara (Mexiko) – Das Urlaubsparadies Mexiko versinkt in Chaos, Tod und Bränden. Nachdem El Mencho, der mächtigste Drogenboss des Landes, am Sonntag nach einem Militäreinsatz ums Leben kam, überzieht sein Kartell große Teile des Landes mit blutiger Rache. Bislang starben mehr als 70 Menschen. Jetzt meldet das Militär, ein weiteres hochrangiges Kartellmitglied getötet zu haben.
El Menchos Tod löst koordinierte Gewaltwelle aus
El Mencho, der mit bürgerlichem Namen Nemesio Rubén Oseguera Cervantes hieß, war der Boss des mächtigsten Drogenkartells Mexikos. Spezialkräfte stellten den 59-Jährigen am Sonntag in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco. Er wurde bei dem Einsatz schwer verletzt und starb auf dem Weg in ein Krankenhaus. Als unmittelbare Reaktion starteten Anhänger des Kartells eine koordinierte Gewaltwelle:
- In 20 Bundesstaaten blockierten Bewaffnete Autobahnen und Straßen
- Autos und Lastkraftwagen wurden in Brand gesetzt
- Nach offiziellen Angaben kamen dabei mehr als 70 Menschen ums Leben
- Unter den Todesopfern befinden sich 25 Angehörige der Nationalgarde
Weiteres hochrangiges Kartellmitglied getötet
Die Angriffe richteten sich offenbar gezielt gegen staatliche Sicherheitskräfte. Mexikos Verteidigungsminister Ricardo Trevilla erklärte am Montag, Soldaten hätten inzwischen ein weiteres hochrangiges Kartellmitglied getötet. Der Drogenboss habe im Bundesstaat Jalisco Gewaltakte koordiniert und Kopfgelder von mehr als 1000 US-Dollar für jeden getöteten Soldaten ausgesetzt.
Das Kartell Jalisco Nueva Generación zählt zu den am schnellsten wachsenden kriminellen Netzwerken Mexikos. El Mencho und seine Organisation waren berüchtigt für:
- Den Schmuggel von Fentanyl, Methamphetamin und Kokain in die USA
- Angriffe auf Behördenvertreter, die sich seinem Kartell in den Weg stellten
- Die Ausweitung ihrer kriminellen Aktivitäten auf zahlreiche Bundesstaaten
Die aktuelle Situation zeigt die immense Macht und Brutalität der mexikanischen Drogenkartelle, die selbst nach dem Tod ihres Anführers weiterhin koordinierte Gewaltakte durchführen können. Die Sicherheitslage in vielen Regionen Mexikos bleibt äußerst angespannt.



