AfD-Politiker Naß weist Körperverletzungsvorwurf bei Wasserfest zurück
AfD-Politiker Naß weist Vorwurf der Körperverletzung zurück

Vorfall auf dem Wasserfest in Lichtenberg

Der Berliner AfD-Politiker Hartmut Naß, Schatzmeister des Lichtenberger AfD-Bezirksverbands, weist die Anschuldigung der Körperverletzung entschieden zurück. Ihm wird vorgeworfen, am 4. Juli auf dem Wasserfest an der Rummelsburger Bucht einer Frau ins Gesicht geschlagen zu haben. In einer Stellungnahme an die Berliner Morgenpost erklärte der 80-Jährige: „Der Vorwurf trifft nicht zu.“ Vielmehr sei er von zwei „jungen weiblichen Heranwachsenden“ bedrängt worden und habe sich wehren müssen. „In diesem Zusammenhang schrie eine der Heranwachsenden: ‚Er hat mich geschlagen‘“, so Naß. Das treffe nicht zu.

Ermittlungen der Polizei und Gegenanzeige

Die Berliner Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den AfD-Politiker. Naß hat nach eigenen Angaben jedoch selbst Anzeige erstattet. Das „unliebsame Vorkommnis“, wie er es nennt, ereignete sich während des Wasserfests, bei dem auch Parteien mit Infoständen vertreten waren. Zwischen 20 und 30 Personen protestierten an Land und auf dem Wasser gegen den AfD-Stand. Ein Augenzeuge will gesehen haben, wie Naß zugeschlagen habe.

Naß spricht von vorbereiteter Aktion

Nach Schilderung von Naß kamen die beiden Personen zu seinem Stand und ergriffen alle dort ausgelegten Flyer und Werbemittel. Sie hätten angekündigt, die Dinge zu entsorgen. Naß wollte das verhindern. „Ich wurde von beiden körperlich bedrängt und zurückgestoßen. Es kam zu einer Rangelei (gegenseitiges Verdrängen, Verhinderung des Diebstahls und Abnahme der Gegenstände).“ Naß benennt auch einen Zeugen, der seine Version der Geschehnisse bestätigen könne. Er ist überzeugt: „Die gesamte Aktion war m. E. mit allem Drumherum vorbereitet.“ Zudem sei er zu den Vorwürfen am Tag selbst nicht befragt worden.

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