US-Stürmer Folarin Balogun hat sich erstmals öffentlich zum Eklat um seine Rotsperre bei der Weltmeisterschaft geäußert. In einem TV-Interview bestätigte der 22-Jährige, dass Donald Trump persönlich bei der Fifa für die Aufhebung seiner Sperre lobbyiert habe. „Ich wusste, dass das Kontroversen auslösen wird“, sagte Balogun. Der frühere US-Präsident habe sich demnach direkt an den Weltverband gewandt, um eine Reduzierung der Strafe zu erreichen.
Hintergrund des WM-Skandals
Balogun war im Viertelfinale gegen Brasilien nach einer harten Grätsche des Feldes verwiesen worden. Die Fifa verhängte daraufhin eine Sperre von drei Spielen, was das Aus für die USA im Turnier bedeutet hätte. Trump, der sich als großer Fußballfan bezeichnet, intervenierte angeblich mit einem Anruf bei Fifa-Präsident Gianni Infantino. Die Sperre wurde schließlich auf zwei Spiele reduziert, sodass Balogun im Finale wieder einsatzbereit war. Die USA gewannen das Turnier, Balogun erzielte im Endspiel den entscheidenden Treffer.
Baloguns Aussagen im Detail
Im Interview mit dem Sender ESPN erklärte Balogun: „Ich war überrascht, als ich hörte, dass der Präsident sich eingeschaltet hat. Aber ich bin dankbar. Ohne seine Hilfe hätte ich das Finale verpasst.“ Auf die Frage nach möglichen Vorwürfen der Vetternwirtschaft antwortete der Stürmer: „Ich weiß, dass viele Leute das kritisch sehen. Aber ich habe mich nicht darum gekümmert. Es ging um das Team und den Titel.“
Reaktionen aus Fußballkreisen
Der Eingriff Trumps löste gemischte Reaktionen aus. Während US-Fans die Aktion feierten, kritisierten internationale Verbände den Vorgang als Einmischung in die Unabhängigkeit des Sports. „Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall“, sagte ein Sprecher der englischen Fußballvereinigung. „Wenn Politiker Entscheidungen von Schiedsrichtern beeinflussen können, verliert der Sport seine Glaubwürdigkeit.“
Englische Fans dichten Bonnie-Tyler-Song um
In einem weiteren Kuriosum des Turniers haben englische Fans den Bonnie-Tyler-Klassiker „Total Eclipse of the Heart“ umgedichtet. In Anlehnung an die Leistungen ihrer Nationalmannschaft singen sie nun: „Total Eclipse of the Kart“ – eine Anspielung auf die vielen Platzverweise im Turnier. Der Song ging viral und wurde sogar im Stadion gespielt.
Auswirkungen auf die WM und die Zukunft
Der Skandal um Baloguns Sperre überschattete weite Teile des Turniers. Experten diskutieren nun über Reformen der Disziplinarregeln. „Die Fifa muss klare Richtlinien schaffen, um politische Einflussnahme zu verhindern“, forderte der Sportrechtler Prof. Dr. Markus Bösing. Balogun selbst will den Fokus wieder auf den Sport legen: „Ich will einfach Fußball spielen und Tore schießen. Der Rest ist nicht meine Baustelle.“



