Bürgermeister: Bogensee-Areal mit FDJ-Hochschule und Goebbels-Villa von nationaler Bedeutung
Bogensee-Areal: Bürgermeister spricht von nationaler Bedeutung

Bogensee-Areal: Bürgermeister betont nationale Bedeutung und offene Nutzungsoptionen

Die künftige Entwicklung des historischen Bogensee-Areals bei Wandlitz mit der ehemaligen FDJ-Hochschule und der Villa von NS-Minister Joseph Goebbels stellt nach Aussagen von Bürgermeister Oliver Borchert ein Projekt von nationaler Bedeutung dar. Der Bürgermeister äußerte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur und begrüßte ausdrücklich das gestiegene Interesse des Bundes an der Liegenschaft.

Bundeswehr zeigt Interesse an Arealbesichtigung

Borchert wertete es als wichtiges Signal, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das 16 Hektar große Gelände Anfang März besichtigt habe. Die Behörde ist auch für Liegenschaften der Bundeswehr zuständig. Allerdings schloss die Bundeswehr während der Besichtigung eine Nutzung der ehemaligen Goebbels-Villa explizit aus. Besichtigt wurden ausschließlich die Gebäude der ehemaligen FDJ-Hochschule.

Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten im Raum

Der Bürgermeister betonte gleichzeitig, dass verschiedene Optionen denkbar seien. „Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt weder sinnvoll noch zielführend, den Fokus ausschließlich auf die Bundeswehr zu legen“, erklärte Borchert. Die vom Bund geförderte Perspektivstudie über die kommenden zwei Jahre stehe erst am Anfang.

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Mögliche Nutzungsbereiche könnten laut Borchert sein:

  • Bildungseinrichtungen
  • Gesundheitswesen
  • Tourismus

Historischer Hintergrund und aktuelle Situation

Das Areal, das dem Land Berlin gehört, liegt isoliert in einem Landschaftsschutzgebiet. Zu den denkmalgeschützten Gebäuden zählen:

  1. Der ehemalige Landsitz von Joseph Goebbels
  2. Die frühere Hochschule des kommunistischen Jugendverbands Freie Deutsche Jugend (FDJ) aus DDR-Zeiten

Seit dem Jahr 2000 steht das Gelände leer und verfällt zusehends. Weil Berlin als Eigentümer weder finanzielle Mittel noch Interesse an einer Entwicklung hat, überließ der Senat das Areal vorerst bis Ende 2027 der Gemeinde Wandlitz unentgeltlich zur Nutzung.

Gemeinde arbeitet an Exposé für Interessenten

Derzeit erarbeitet die Gemeinde laut Borchert ein detailliertes Exposé, das potenziellen Interessenten fundierte Informationen über das Areal liefern soll. „Aufgrund ihrer Größe und ihrer historischen Bedeutung sehe ich die Entwicklung der Liegenschaft Bogensee als eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern, Kreis und Kommune“, betonte der Bürgermeister.

Die langjährige Debatte über eine neue Nutzung des historisch belasteten Areals erhält durch das Bundesinteresse neuen Schwung, bleibt aber mit Blick auf verschiedene Optionen weiterhin offen.

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