Valentinstag: Floristinnen in Nordwestmecklenburg verraten Kundenwünsche und kämpfen mit Preisen
Valentinstag: Floristinnen über Vorlieben und Preissteigerungen

Valentinstag: Floristinnen in Nordwestmecklenburg verraten Kundenwünsche und kämpfen mit Preisen

Seit Tagen laufen in den Blumenläden der Region Nordwestmecklenburg die Vorbereitungen für den Valentinstag auf Hochtouren. In Rehna und Gadebusch stehen Floristinnen wie Sophia Junge und Wiebke Lorenz bereit, um die romantischen Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Die Geschäfte sind gefüllt mit Rosen in verschiedenen Farben, Frühlingsblühern wie Tulpen und Ranunkeln sowie reichlich Schnittgrün. Bereits fertig gebundene Sträuße in allen erdenklichen Farbkombinationen warten darauf, überreicht zu werden.

Blumen nach Gefühl – und manchmal mit genauer Anleitung

Viele Kunden haben ihre Bestellungen bereits im Voraus aufgegeben, wie Sophia Junge aus ihrem Rehnaer Geschäft berichtet. „Sie haben Vertrauen und dafür bin ich sehr dankbar. Sie sagen dann einfach: Mach mir etwas Schönes, ungefähr die Richtung und dann geht das los“, erzählt die erfahrene Floristin. Interessant ist, dass Männer beim Valentinstagskauf tendenziell zu Sträußen greifen – es sei denn, sie erhalten von ihren Partnerinnen konkrete Vorgaben. „Manchmal kommen die Jungs auch mit ihren Freundinnen, bevor sie etwas Verkehrtes mitbringen“, fügt sie schmunzelnd hinzu.

Wiebke Lorenz aus Gadebusch bestätigt den regen Vorverkauf. „Der Verkauf läuft heute schon den ganzen Vormittag sehr gut – trotz des schlechten Wetters. Wir haben gut zu tun“, berichtet sie am Freitagmittag. Beide Floristinnen haben seit Donnerstag intensiv vorgearbeitet, um für den Ansturm gewappnet zu sein.

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Steigende Einkaufspreise setzen Floristinnen unter Druck

Nicht nur das Arbeitspensum, sondern auch die wirtschaftliche Seite bereitet den Floristinnen Sorgen. Die Einkaufspreise für Blumen steigen insbesondere vor Feiertagen wie dem Valentinstag deutlich an. Sophia Junge erklärt: „An diesen Tagen haben wir nicht viel Marge drauf, weil der Einkauf schon so teuer ist. Ich habe Glück, ich habe sehr gute Lieferanten durch die Reihe weg, mit denen ich schon über 25 Jahre zusammenarbeite. Aber die Gärtnereien schlagen da sehr gut zu.“

Wiebke Lorenz schildert ähnliche Erfahrungen: „Das fängt im Großhandel schon 14 Tage vorher an und dann muss man eben auswählen, was man den Kunden anbieten kann, was noch vertretbar und verkäuflich ist.“ In Gadebusch verzichtet sie daher bewusst auf besonders lange Rosen mit 60er, 70er oder 80er Länge, deren Preise horrend seien. „Man kennt ja auch seine Kunden ganz gut. Und von manchen Sachen haben wir deshalb Abstand genommen“, so die Floristin.

Frühlingsblüher als beliebte Alternative zu Rosen

Gerade wegen der hohen Rosenpreise haben sich Frühlingsblumen zum Valentinstag einen festen Platz erobert. Wiebke Lorenz beobachtet: „Frühlingssträuße sind sehr beliebt, etwa mit Ranunkeln, Freesien oder Anemonen, das ist jetzt ja auch die Jahreszeit. Und so haben sich die Frühlingsblüher in den Valentinstag gut hineingeschlichen, weil die Rosen auch immer sehr hochpreisig sind.“ Diese Arrangements stellen eine attraktive Alternative dar und werden von den Empfängern gut angenommen, oft sogar mit nur einer einzelnen Rose als romantischem Akzent.

Für spontane Käufer gibt es ebenfalls noch Möglichkeiten. Sophia Junge versichert: „Ein bisschen Reserve habe ich immer da.“ Sollten die Schnittblumen knapp werden, bieten die Floristgeschäfte zudem Topfblumen, Pflanzschalen und dekorative Accessoires an, um den Valentinstag gebührend zu feiern.

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