Nicolas Seiwald: Der stille Stratege von RB Leipzig vor dem Pokal-Duell mit Bayern
Seiwald: Der stille Stratege vor Pokal-Duell mit Bayern

Nicolas Seiwald: Der stille Stratege von RB Leipzig vor dem Pokal-Duell mit Bayern

Vor dem hochkarätigen DFB-Pokalspiel beim FC Bayern am Mittwochabend (20:45 Uhr) spricht Nicolas Seiwald, der 24-jährige Mittelfeldstratege von RB Leipzig, im exklusiven Interview über seinen Durchbruch, das Vertrauen von Trainer Ole Werner und seine besondere Rolle als stabiler Fixpunkt im Team.

Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg

Nicolas „Nici“ Seiwald gehört nicht zu den lautstarken Protagonisten des Fußballs. Der Österreicher ist leise, reflektiert und bodenständig – Eigenschaften, die sowohl sein Spiel als auch seine Persönlichkeit prägen. In dieser Saison hat er sich bei RB Leipzig zu einem der meist eingesetzten Spieler entwickelt, fast immer von Beginn an.

„Es ist mir in dieser Saison gelungen, so richtig durchzustarten“, erklärt Seiwald. „Ich habe viel Vertrauen vom Trainerteam gespürt und versuche, das mit Leistung zurückzuzahlen.“ Dieses Vertrauen äußert sich für ihn vor allem in der Art, wie Trainer Ole Werner ihn aufstellt und ihm nach den Spielen Feedback gibt.

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Die Rolle des unsichtbaren Profis

Als Sechser vor der Abwehr agiert Seiwald oft in einer Position, die von Zuschauern kaum bemerkt wird. Doch genau das schätzt er an seiner Rolle: „Ich muss nicht im Rampenlicht stehen“, betont der Mittelfeldspieler. „Mir ist es wichtig, dass der Trainer sieht, was er an mir hat, und dass ich dem Team helfen kann.“

Seine Stärken beschreibt er so:

  • Ruhe am Ball
  • Stabilität im Spielaufbau
  • Absicherung der Mitspieler
  • Gute Passqualität für Eins-gegen-eins-Situationen

Konstanz als größte Stärke

Während spektakuläre Offensivspieler mit Toren und Assists glänzen, punktet Seiwald mit etwas anderem: Kontinuität und Zuverlässigkeit. „Ich bin sehr konstant, bringe über viele Spiele hinweg meine Leistung – das ist meine Stärke“, analysiert er selbstkritisch.

Diese Konstanz zeigt sich auch in der österreichischen Nationalmannschaft, wo er seit 35 Spielen in Folge in der Startelf steht – eine Serie, die ihn in die Nähe eines Rekords von Franz Beckenbauer bringt.

Das Pokalspiel gegen Bayern

Trotz zweier deutlicher Niederlagen in der Bundesliga (0:6 und 1:5) blickt Seiwald optimistisch auf das Pokalspiel: „In der ersten Halbzeit des Rückspiels haben wir gezeigt, dass wir auf sehr hohem Niveau mithalten können“, erinnert er sich. „Wir haben gesehen, dass wir den Bayern durchaus gefährlich werden können – daran glauben wir.“

Privates als Ausgleich

Neben dem Fußball ist für Seiwald der enge Kontakt zur Familie in Österreich enorm wichtig. „Wenn ich bei meiner Familie bin, denke ich nicht an Fußball“, verrät er. „Wobei: mit meinem Vater manchmal schon.“

Seit etwa einem Jahr lebt seine Freundin bei ihm in Leipzig, die ihn während ihres Fernstudiums unterstützt. „Sie versteht und unterstützt mich komplett, und die gemeinsame Zeit ist der perfekte Ausgleich zum Fußball“, so der 24-Jährige.

Zukunftsträume und Teamgeist

Auf die Frage nach seinen Träumen antwortet Seiwald bescheiden: „Am liebsten etwas über die Mannschaft, dass wir kommende Saison wieder europäisch spielen“. Sein erstes Tor für RB Leipzig wäre ebenfalls eine Schlagzeile, die er gerne lesen würde: „Es wird Zeit“, scherzt er.

Besonders bewegt zeigte sich Seiwald, als er über Teamkollege Kevin Kampl sprach, der kürzlich seinen Bruder verloren hat. „Ich habe ihm direkt geschrieben und viel Kraft gewünscht“, erzählt der sensible Mittelfeldspieler. „Es ist eine extrem schwierige Situation.“

Als Ruhepol und Bindeglied in der Mannschaft will Seiwald auch in Zukunft seine Rolle erfüllen – leise, aber mit großer Wirkung. Sein Motto: „Es braucht nicht viele Worte, Taten zählen.“ Genau diese Einstellung könnte RB Leipzig im Pokalspiel gegen Bayern den entscheidenden Vorteil bringen.

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