Formel-1-Tests in Bahrain: Lawson schläft im Auto, Antonelli dominiert
F1-Tests: Lawson schläft im Auto, Antonelli dominiert

Formel-1-Tests in Bahrain: Ungewöhnliche Szenen in der Garage

Was macht der Mann denn da? Diese Frage stellten sich sicherlich viele Zuschauer, als TV-Kameras am Donnerstagvormittag in Bahrain den neuseeländischen Rennfahrer Liam Lawson (24) in seinem Racing-Bulls-Rennwagen filmten – mit geschlossenen Augen. Der englische Sender Sky berichtete anschließend von einem kurzen Nickerchen, das sich der Pilot in der Garage seines Teams während der Formel-1-Testfahrten gegönnt hatte.

Lawson: Vom Schlaf zum Sport

Doch der scheinbar müde Lawson war wenig später wieder voll bei der Sache. Der 24-Jährige absolvierte sowohl die frühe als auch die späte Session an diesem Testtag und legte insgesamt 106 Runden auf der Strecke in der Wüste von Bahrain zurück. Dabei erzielte er die zehntschnellste Zeit unter den 16 Piloten, die am Donnerstag ihre neuen Wagen testeten. Zwischen seinen beiden Ausfahrten zeigte sich Lawson dann ausgeschlafen und energiegeladen: Er schnappte sich einen Mitarbeiter von Racing Bulls und warf mit ihm im Fahrerlager einen Football hin und her.

Antonelli dominiert, Hülkenberg überrascht

Die schnellste Runde des Tages fuhr indes der junge Mercedes-Pilot Kimi Antonelli (19). Der Italiener absolvierte 79 Runden und setzte sich damit an die Spitze der Zeitentabelle. Auf Platz zwei folgte Vize-Weltmeister Oscar Piastri (24) im McLaren mit 86 Runden, vor Red-Bull-Star Max Verstappen (28), der stolze 139 Runden drehte. Eine erfreuliche Nachricht gab es für deutsche Motorsportfans: Nico Hülkenberg (38), der einzige deutsche Fahrer in der Formel 1, beendete den vorletzten Testtag auf einem soliden siebten Platz nach 73 Runden.

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Weitere Highlights und Pannen des Testtages

Aston Martin mit Sensor-Experiment: Das Team fuhr während des Tages mit diversen Sensoren am Wagen, was jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führte. Fernando Alonso (44) erzielte nur die zweitschlechteste Zeit und musste seinen Wagen nach 68 Runden wegen eines Defekts der Antriebseinheit abstellen.

Ferrari mit rotierendem Heckflügel: Ferrari und Lewis Hamilton (41) überraschten mit einem Heckflügel, der um 180 Grad rotieren konnte. Mit dieser Innovation fuhr der siebenfache Weltmeister immerhin auf Platz vier.

Startübungen mit Hindernissen: Am Ende der beiden Sessions übten die Fahrer den Start, der durch das neue Energiemanagement komplizierter geworden ist. Weltmeister Lando Norris (26) blieb dabei gleich zweimal stehen.

Wolffs deutliche Worte: Mercedes-Boss Toto Wolff (54) äußerte sich bei der Pressekonferenz zum Motoren-Zoff: „Geschichten darüber, dass wir einen illegalen Motor haben, sind Bullshit. Genauso wie die Behauptung, unser Kraftstoff würde nicht den Vorschriften entsprechen. Vielleicht kommt morgen etwas anderes auf – vielleicht, dass ich in den Epstein-Akten stehe … Ok, diese Bemerkung bereue ich jetzt schon.“

Die Formel-1-Tests in Bahrain bieten somit eine Mischung aus ernsthafter Vorbereitung, technischen Innovationen und ungewöhnlichen Momenten – wie einem Nickerchen im Rennwagen.

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