Traurige Nachricht aus dem Leipziger Zoo: Koala-Weibchen Mandie verstorben
Der Leipziger Zoo hat eine traurige Mitteilung veröffentlicht: Das neun Jahre alte Koala-Weibchen Mandie ist tot. Das Tier musste am späten Donnerstagnachmittag eingeschläfert werden, um ihr weitere Schmerzen und Leiden zu ersparen. Diese Entscheidung fiel nach einer raschen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands, wie der Zoo in einer offiziellen Erklärung mitteilte.
Rapider Gesundheitsabfall führte zur schweren Entscheidung
Seit Mittwochabend hatte sich der Zustand von Mandie drastisch verschlechtert. Sie nahm keine Nahrung mehr auf und lag am Donnerstag teilnahmslos am Boden. Blutproben wiesen auf eine massive Stoffwechselstörung hin, die trotz intensiver medizinischer Maßnahmen nicht behoben werden konnte. Zoodirektor Jörg Junhold betonte in der Mitteilung: „Leider zeigten die medizinischen Intensivmaßnahmen keinerlei Wirkung mehr, so dass uns nur noch die schwere Entscheidung blieb, sie von ihrem Leiden zu erlösen.“ Der Zoo hofft nun, dass weitere Untersuchungen Aufschluss über die genaue Ursache der Erkrankung geben werden.
Mandies Vermächtnis: Ein historischer Zuchterfolg für den Zoo
Mandie kam im Jahr 2019 nach Leipzig und hinterlässt ein bedeutendes Vermächtnis. Gemeinsam mit ihrem Sohn Bouddi sorgte sie im Jahr 2020 für den ersten Koala-Nachwuchs seit Beginn der Koala-Haltung im Leipziger Zoo im Jahr 2016. Dieser Zuchterfolg war ein Meilenstein für das Artenschutzprogramm des Zoos. Bouddi wurde im Jahr 2023 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an den belgischen Zoo Planckendael abgegeben, um die genetische Vielfalt der Koala-Population in Europa zu fördern. Mandies Beitrag zur Arterhaltung wird im Leipziger Zoo in Erinnerung bleiben, auch wenn ihr Verlust die Tierpfleger und Besucher tief betrübt.



