Trauminsel für Trump: Wie Kuba den US-Präsidenten besänftigen will
Trauminsel für Trump: Kubas Plan zur Besänftigung

Seit der spektakulären Verhaftung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro Anfang 2026 fürchtet das kubanische Regime einen ähnlichen US-Angriff. Washington verschärft den Druck mit einer Blockade von Öllieferungen, während US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio kryptisch andeuten, Kuba könne „als Nächstes dran“ sein. Nun soll die einflussreiche Castro-Familie ein ungewöhnliches Angebot prüfen: die Entwicklung eines Luxusresorts unter der Marke Trump auf der Karibikinsel Cayo Santa María.

Luxusresort als politisches Druckmittel

Der Plan sieht vor, dass Havanna den Bau von Hotelhochhäusern und Casinos auf der idyllischen Insel Cayo Santa María erlaubt – unter dem Namen „Trump Island“. Die Insel verfügt über 16 Kilometer weiße Sandstrände und türkisblaues Wasser und ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Laut Kuba-Experte Peter Kornbluh von der National Security Archive in Washington ist der Plan realistisch: „Es wäre sicher eine Geste, die man in Erwägung ziehen sollte“, sagte er gegenüber BILD.

Emirate-Investoren drängen auf Trump-Branding

Berichten zufolge haben örtliche Hotelbetreiber die wegen US-Sanktionen und Wirtschaftskrise leer stehenden Resorts internationalen Investoren angeboten. Ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Abdulla Ali bin Haidar Group aus Dubai, habe ein explizites „Trump-Branding“ vorgeschlagen. Firmenchef Ali bin Haidar habe bereits bei der Trump Organization wegen der Namensrechte angefragt, berichtet die Zeitung „The National“. Im Internet kursieren bereits KI-generierte Animationen, die Trump beim Mojito-Trinken am Strand zeigen.

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Castros Enkel als treibende Kraft

Der ungewöhnliche Vorschlag wird auch als Verzweiflungsakt des wankenden Regimes gesehen. Gleichzeitig sucht Raúl Guillermo Rodríguez Castro, Spitzname „Raulito“ oder „Die Krabbe“, Enkel des früheren Machthabers Raúl Castro, nach Auswegen aus dem Konflikt mit den USA. Er signalisiert, dass Kuba sich zumindest wirtschaftlich öffnen will. Der Plan mit der Trump-Insel könnte genau in dieses Schema passen. Der 32-jährige Oberst nahm im Januar 2026 an der Beerdigung von 32 kubanischen Soldaten teil, die beim US-Einsatz in Venezuela getötet wurden.

Tourismus in Kuba am Boden

Der Tourismus in Kuba ist trotz Traumstränden wie in Cayo Santa María komplett zusammengebrochen. Die US-Sanktionen und die Wirtschaftskrise haben die Branche schwer getroffen. Ein Luxusresort unter Trump könnte neue internationale Gäste anlocken und dringend benötigte Devisen bringen. Ob das Angebot Trump tatsächlich besänftigt, bleibt abzuwarten – der US-Präsident hat bisher keine konkreten Schritte gegen Kuba unternommen, aber die Drohungen bleiben bestehen.

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