375.000 Euro teurer CSD-Wagen des Senats: Flop droht
375.000 Euro teurer CSD-Wagen des Senats: Flop droht

Die Berliner Senatskanzlei hat einen eigenen Wagen für den Christopher Street Day (CSD) geordert, der stolze 375.000 Euro kostet. Das Fahrzeug sollte Senatoren und queeren Initiativen eine Plattform bieten, doch nun droht es zum teuren Flop zu werden. Denn es hagelt Absagen – selbst der schwule CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Kai Wegner, hat seine Teilnahme abgesagt.

Hintergrund des teuren CSD-Trucks

Der Senat hatte den Truck bestellt, um ein Zeichen für Toleranz und Diversität zu setzen. Ursprünglich war geplant, dass mehrere Senatoren und Vertreter queerer Organisationen auf dem Wagen mitfahren. Doch die Resonanz ist verhalten. Laut Informationen des Reporters Alexander Rothe haben mehrere geladene Gäste abgesagt, darunter auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, der selbst homosexuell ist.

Absagen und Kritik

Die Absagen kommen überraschend, da der CSD in Berlin traditionell ein wichtiges Event für die queere Community ist. Kritiker werfen dem Senat vor, das Geld lieber in konkrete Projekte für LGBTQ+-Menschen investieren zu sollen. Ein Sprecher der Senatskanzlei betonte jedoch, dass der Truck ein Symbol der Unterstützung sei. „Wir bedauern die Absagen, halten aber an der Teilnahme fest“, so der Sprecher.

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Bislang haben nur wenige Senatsmitglieder ihre Teilnahme zugesagt. Ob der Wagen am Ende leer bleibt, ist ungewiss. Die Kosten von 375.000 Euro umfassen nicht nur die Anmietung, sondern auch die Gestaltung und Logistik des Trucks.

Politische Reaktionen

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus kritisiert die Ausgabe scharf. „Das Geld wäre besser in queere Jugendarbeit oder Beratungsstellen geflossen“, sagte ein Sprecher der Linksfraktion. Auch aus der queeren Community kommen kritische Stimmen. „Der Senat sollte lieber mit uns reden, statt teure Symbolpolitik zu betreiben“, erklärte eine Aktivistin.

Der CSD findet am 25. Juli 2026 statt. Ob der Senats-Truck tatsächlich ein Flop wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die hohen Kosten und die vielen Absagen werfen ein schlechtes Licht auf die Aktion.

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