Verdi warnt: Neuer Warnstreik in München nicht ausgeschlossen – Bamberg betroffen
Verdi: Neuer Warnstreik in München nicht ausgeschlossen

Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an – München könnte erneut betroffen sein

Die Gewerkschaft Verdi hat für den Faschingsdienstag einen Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bamberg angekündigt. Damit will sie den Druck auf die kommunalen Nahverkehrsunternehmen außerhalb der Ballungsräume erhöhen. Doch auch für München können Fahrgäste und Pendler nicht aufatmen: Ein weiterer Warnstreik in der bayerischen Landeshauptstadt ist laut Verdi keineswegs ausgeschlossen.

Branchenkoordinatorin warnt vor möglichem Chaos in München

Katharina Wagner, die Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen bei Verdi, äußerte sich deutlich: „Einen Warnstreik in München würde ich auf keinen Fall ausschließen.“ Sie betonte, dass die Gewerkschaft den Ärger der Fahrgäste verstehe, aber aufgrund fehlender Alternativen zu dieser Maßnahme greife. „Hätten wir einen anderen Hebel oder könnten wir anders streiken, ohne die Menschen zu treffen, würden wir das tun“, so Wagner. Da der öffentliche Nahverkehr alle betreffe, bedeute ein Streik leider auch, dass alle darunter litten.

Tarifverhandlungen ohne Annäherung – Verdi kritisiert Arbeitgeber

Die zweite Tarifrunde zwischen dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern und Verdi endete am vergangenen Freitag ergebnislos. Verdi bezeichnete das Ergebnis als „Stillstand“ und kritisierte, dass sich am Angebot der Arbeitgeber nichts geändert habe. Wagner warnte: „Wenn der KAV weiter auf Zeit spielt, wird sich der Druck erhöhen.“ Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung von rund 669 Euro, eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und eine Mindestruhezeit von elf Stunden.

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Sinan Öztürk, Vize-Landesbezirksleiter bei Verdi, machte deutlich: „Ein ernst zu nehmendes Angebot hätte weitere Streiks abgewendet.“ Die Arbeitgeber verweisen laut Verdi weiterhin auf die klammen Kassen der Kommunen, was die Gewerkschaft als Versagen der Politik in der Finanzierung des ÖPNV ansieht.

Skurrile Situation bei früheren Streiks

Wagner und ihre Mitstreiter fanden es „ein bisschen skurril“, dass die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) während eines vorherigen Streiks ein Notfallprogramm speziell für Fußballfans zur Allianz Arena organisiert hatte. Sie betonte jedoch, dass es nicht ihre Aufgabe sei, dies zu bewerten. Die Gewerkschaft plant, die Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. März auszuweiten, um den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen.

Für die Fahrgäste bedeutet dies, dass sie sich auf mögliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen müssen, insbesondere wenn die Verhandlungen nicht bald zu einer Einigung führen. Verdi bleibt bei ihrer Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Finanzierung des öffentlichen Verkehrs.

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