Polizei zieht positives Fazit zur Sicherheitskonferenz 2026 in München
Die Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) 2026 ist am Sonntag, den 15. Februar, zu Ende gegangen. Rund 5.000 Polizistinnen und Polizisten aus Bayern, dem gesamten Bundesgebiet und erstmals aus fünf Nachbarländern waren im Einsatz, um die hochrangige Veranstaltung im Hotel Bayerischer Hof abzusichern. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte die Einsatzkräfte für ihre sensible und wachsame Arbeit.
Internationale Unterstützung und friedliche Demonstrationen
Neu in diesem Jahr war die Unterstützung durch Einsatzkräfte aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Tschechien. Herrmann betonte, dies zeige den engen Schulterschluss der europäischen Staaten und die reibungslose Zusammenarbeit der Polizeien. Parallel zur Konferenz fanden zahlreiche Demonstrationen statt, darunter eine Großkundgebung auf der Theresienwiese mit bis zu 250.000 Teilnehmern, die friedlich verlief.
Höhepunkte und politische Debatten
Während der Siko sprachen unter anderem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der den Westen zu schnellerer Unterstützung aufforderte, und US-Außenminister Marco Rubio, der versöhnliche Töne anschlug. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) diskutierte mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über einen möglichen europäischen Atomschirm. Wolfgang Ischinger bleibt vorerst Siko-Chef, da der geplante Nachfolger Jens Stoltenberg noch nicht übernehmen kann.
Verkehr und Sicherheitsmaßnahmen
Die Polizei sorgte für minimale Verkehrseinschränkungen, obwohl es zu einem Unfall auf der Autobahn 9 mit acht Fahrzeugen, darunter sechs Polizeiwagen, kam. In München waren mehrere Sicherheitszonen eingerichtet, und der öffentliche Nahverkehr wurde umgeleitet. Trotz der großen Menschenmassen blieb die Lage insgesamt ruhig, mit nur geringen Zwischenfällen.



