Basketball-WM-Quali: Lange fordert 'nächsten Schritt' vor Frankreich-Härtetest
Basketball-WM-Quali: Lange will 'nächsten Schritt' gegen Frankreich

Basketball-WM-Qualifikation: Erster Härtetest für deutsche Basketballerinnen

Nach zwei souveränen Siegen in den ersten beiden WM-Qualifikationsspielen steht die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen nun vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe. Der neue Bundestrainer Olaf Lange hat vor dem schweren Duell mit Gastgeber Frankreich am Samstagabend in Villeurbanne klare Erwartungen formuliert. Seine Mannschaft soll "den nächsten Schritt machen", wie Lange gegenüber MagentaSport betonte.

Herausforderung gegen Olympia-Zweiten

Gegen die französische Auswahl, die bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille gewann und mit WNBA-Star Marine Johannés aufwartet, erwartet die deutschen Spielerinnen eine enorme Herausforderung. "Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft", analysierte Lange die Situation. Für ihn gehe es bei diesem Spiel vor allem um die Frage: "Wie können wir gegen einen Kandidaten auf die Top drei oder Top vier bei der WM offensiv und defensiv unser Spiel spielen?"

Der Bundestrainer betonte dabei den langfristigen Ansatz: "Langfristig wollen wir die auf jeden Fall schlagen, kurzfristig geht es mir eher um den Prozess und darum, wie wir die Dinge umsetzen." Diese Aussage unterstreicht den Entwicklungscharakter der aktuellen Phase, in der sich das deutsche Team befindet.

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Defensivprobleme müssen behoben werden

In den bisherigen beiden Spielen unter Lange hatte Deutschland zwar deutlich gegen Südkorea (76:49) und die Philippinen (113:80) gewonnen, doch gerade im zweiten Spiel zeigten sich deutliche Schwächen in der Defensive. "Das ganze Spiel war ich frustriert mit unserer Defense", gestand Lange nach dem Spiel gegen die Philippinen. "80 Punkte können wir gegen so einen Gegner nicht zulassen."

Gegen die starken Französinnen wäre eine solche defensive Leistung fatal. Die Rückkehr von Nyara Sabally, die im zweiten Spiel geschont wurde, könnte hier wichtige Impulse geben und die deutsche Abwehr stabilisieren.

Selbstbewusstsein trotz schwieriger Aufgabe

Frieda Bühner, die gegen die Philippinen mit 19 Punkten überzeugte, blickt dennoch mit Optimismus auf die Begegnung mit Frankreich. Die 21-Jährige betonte: "Ich glaube nicht, dass wir uns verstecken oder irgendwie Angst haben müssen. Wir müssen da auch mit Stolz und Selbstbewusstsein reingehen, weil wir auch Waffen haben."

Bühner zeigte sich überzeugt: "Es wird auf alle Fälle ein toughes Spiel. Aber wenn wir unsere Sachen umsetzen, ist da auch ein Sieg drin." Diese Einstellung spiegelt das wachsende Selbstvertrauen im deutschen Team wider, das trotz des Fehlens wichtiger Stützen wie Satou Sabally oder Kapitänin Marie Gülich an seine Stärken glaubt.

Vorbereitung auf WM-Heimspiel

Die deutschen Basketballerinnen nutzen die fünf Qualifikationspartien in Frankreich gezielt zur Vorbereitung auf ihre Medaillenmission bei der Weltmeisterschaft in Berlin vom 4. bis 13. September. Als Gastgeber haben sie ihr Ticket für die Endrunde bereits sicher, können sich daher voll auf die sportliche Entwicklung konzentrieren.

Nach dem Duell mit Frankreich warten noch weitere Herausforderungen gegen Kolumbien am Sonntag und Nigeria am Dienstag. Diese Spiele bieten weitere Gelegenheiten, die Defensivarbeit zu verbessern und das Zusammenspiel zu optimieren, bevor im September die Weltelite nach Berlin kommt.

Der Härtetest gegen Frankreich wird somit nicht nur ein wichtiger Gradmesser für den aktuellen Stand des Teams sein, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung auf die Heim-WM liefern.

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