Dramatische Euroleague-Pleite: Bayerns Basketballer verlieren trotz Führung in letzter Sekunde
Bayerns Basketballer verlieren Euroleague-Spiel in letzter Sekunde

Dramatische Euroleague-Pleite: Bayerns Basketballer verlieren trotz Führung in letzter Sekunde

Die Basketballer des FC Bayern München haben in der Euroleague eine der bittersten Niederlagen ihrer Vereinsgeschichte kassiert. Gegen den türkischen Topklub Anadolu Efes Istanbul gaben sie eine komfortable 16-Punkte-Führung aus der Hand und verloren durch einen Dreier mit der Schlusssirene mit 80:81.

Ein Spiel mit emotionaler Achterbahnfahrt

Das Duell mit Anadolu Efes Istanbul war gleichzeitig das Wiedersehen mit Nick Weiler-Babb, der vor der Saison von München an den Bosporus wechselte, und mit Coach Pablo Laso, der in der Saison 2023/24 mit den Bayern das Double gewann. Für beide wurde die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Zur Halbzeit hatte der Deutsche Meister eigentlich schon die Weichen auf Sieg gestellt und führte komfortabel mit 39:26. Bemerkenswert war dies insbesondere, weil bei Super-Shooter Andi Obst im ersten Euroleague-Spiel nach seiner Vertragsverlängerung noch kein Dreier fallen wollte (0 aus 5).

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Die Führung schmilzt dahin

Doch das Punktepolster von zwischenzeitlich plus 16 begann nach der Pause plötzlich zu schmelzen. Die Münchner verloren das dritte Viertel mit 18:27, und zu Beginn des Schlussabschnitts betrug der Vorsprung nur noch zwei Zähler (58:56).

Den Bayern drohte der schon sicher geglaubte Sieg aus den Händen zu gleiten. Doch sie fingen sich zunächst, und die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Magenta-Kommentator Benni Zander sagte bei einem Stand von 71:67 viereinhalb Minuten vor Schluss: „Efes sägt am Stuhl, aber irgendwie halten sich die Bayern noch drauf.“

Die dramatische Schlussphase

Nur 70 Sekunden später war es dann passiert: Ausgleich, 74:74. Die Münchner behielten jedoch die Nerven, gerieten weiter nicht in Rückstand und bauten 55 Sekunden vor Schluss den Vorsprung wieder auf plus vier aus (80:76). Das musste doch reichen!

Doch dann folgte die dramatische Wendung: Efes verkürzte auf zwei Punkte, und die Bayern verloren 19,2 Sekunden vor Ende ihren Ballbesitz. Die Türken erhielten tatsächlich die Siegchance, obwohl sie im gesamten Match nicht ein einziges Mal geführt hatten. Sie nutzten diese Chance eiskalt, spielten Top-Shooter Cole Swider frei, und dieser versenkte den Dreier mit der Schlusssirene.

Reaktionen und Ausblick

Welt- und Europameister Johannes Voigtmann analysierte bei Magenta: „Wir haben in der zweiten Halbzeit defensiv zu viele Fehler gemacht. Dann geht so ein Spiel weg. Es ist uns in der zweiten Halbzeit entglitten.“ Bester Werfer der Bayern war Xavier Rathan-Mayes mit 15 Punkten vor Andi Obst (13).

Die Niederlage ist ein herber Dämpfer für Bayerns Hoffnungen auf die K.o.-Phase der Euroleague. Der Einzug in die Playins ist sieben Spieltage vor Schluss zwar noch möglich, doch dafür dürfen sie sich jetzt praktisch keinen Patzer mehr erlauben. Dies wird besonders schwierig, da noch vier Auswärtspartien anstehen.

Für die Münchner geht es am Samstag zunächst in der Liga mit der Pokal-Revanche gegen Bamberg weiter. Am kommenden Donnerstag gastiert dann das neue Team aus Dubai zum ersten Mal in München in der Euroleague. Für Coach Pešićs Team steht damit das nächste Endspiel an.

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