Historische Leistung in der NBA sorgt für Kontroverse
Eigentlich sollte ein historischer Moment im Basketball für pure Begeisterung sorgen. Doch als Bam Adebayo von den Miami Heat beim 150:129-Sieg gegen die Washington Wizards sage und schreibe 83 Punkte erzielte, löste diese außergewöhnliche Leistung eine Welle der Kritik aus. Der 28-jährige Center schrieb sich mit der zweitbesten Punktausbeute aller Zeiten in die NBA-Geschichtsbücher ein, übertraf damit sogar die legendären 81 Punkte von Kobe Bryant. Dennoch herrschte nach dem Spiel keineswegs nur Freude.
Soziale Medien kochen über
Vor allem in den sozialen Netzwerken entlud sich der Unmut über die Art und Weise, wie der Rekord zustande kam. „83 ist 83, aber es hat sich wirklich eklig angefühlt, es so zu machen“, lautete einer der zahlreichen Kommentare. Ein anderer Nutzer bezeichnete das Geschehen als „die beschämendste Darstellung aller unethischen Konzepte“. Die Kritik richtete sich dabei nicht gegen Adebayo persönlich, sondern gegen die Taktik seines Teams.
Manipulationsvorwürfe gegen Miami Heat
Die Rekordzahlen kamen vor allem deshalb zustande, weil sich die Miami Heat in der zweiten Spielhälfte fast ausschließlich darauf konzentrierten, Adebayo in Wurfpositionen zu bringen. Der Center erhielt allein 43 Freiwurfversuche, von denen er 36 verwandelte – fast die Hälfte seiner Punkte erzielte er somit von der Linie. Head-Coach Erik Spoelstra gab nach dem Spiel unumwunden zu, dass das Team bewusst alles getan habe, um die Mega-Leistung zu ermöglichen. „Als er die 50 erreicht hatte, dachten wir: Okay, vielleicht schaffen wir es ja auf 60“, so Spoelstra. „Als er dann 60 erreicht hatte, machten wir einfach weiter. Warum nicht gleich 70?“
Ungewöhnliche Rolle für Adebayo
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Bam Adebayo in der NBA eigentlich nicht als Topscorer, sondern vielmehr als vielseitiger Verteidiger bekannt ist. Spoelstra führte die 83 Punkte auf die Arbeitsmoral des Spielers zurück. Doch viele Beobachter und Fans, insbesondere Anhänger der Lakers-Legende Kobe Bryant, dürften diese Sichtweise nicht teilen. Die Kontroverse zeigt, dass selbst historische sportliche Leistungen nicht automatisch Bewunderung finden, wenn der Weg dorthin fragwürdig erscheint.



