TTBL-Abstiegskampf: Drei Vereine zittern nach Windsbach-Lizenzantrag
TTBL: Drei Klubs in Abstiegsgefahr nach Windsbach-Antrag

TTBL-Abstiegskampf: Drei Vereine in plötzlicher Abstiegsgefahr

Im Tabellenkeller der Tischtennis Bundesliga (TTBL) herrscht plötzlich Alarmstimmung. Durch den überraschenden Lizenzantrag des Zweitliga-Spitzenreiters TSV Windsbach befinden sich gleich drei Erstliga-Klubs unversehens in akuter Abstiegsgefahr. Nach der einmonatigen Spielpause muss voraussichtlich einer der drei Vereine am Saisonende das Oberhaus verlassen.

Die drei Zitterkandidaten im Überblick

Besonders betroffen ist Tabellenschlusslicht ASC Grünwettersbach aus Karlsruhe, doch auch der Ex-Meister TTC Zugbrücke Grenzau und Vorjahres-Halbfinalist TSV Bad Königshofen stehen nur zwei Punkte weiter vorn unter enormem Druck. Diese „1 aus 3“-Lotterie sorgt für Nervosität in den Vereinen, die bis zuletzt auf einen Aufstiegsverzicht aller Zweitligisten gehofft hatten.

Grünwettersbachs Negativserie und Walthers Frust

Beim ASC Grünwettersbach nagt die Sorge vor den letzten fünf Saisonspielen merklich am Gemüt. Nationalspieler Ricardo Walther, früherer Team-Vizeweltmeister, gesteht in einer Umfrage: „Es gibt schönere Momente.“ Sein Klub, einstiger Pokalsieger, trudelt durch eine Serie von neun Niederlagen in Folge ans Tabellenende. Walther urteilt nüchtern: „Zuletzt haben wir einige Spiele erst im Abschlussdoppel verloren. Das ist ärgerlich, aber wenn man alle verliert, ist es auch ein bisschen Unvermögen.“

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Saarbrücker Hürde und mentale Herausforderungen

Der denkbar schwere Start in den Endspurt führt Grünwettersbach am Sonntag zum Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT. Walther beschreibt die psychologische Belastung: „Im Abstiegskampf fühlt es sich manchmal so an, dass man für einen Satzgewinn 13 Punkte und nicht nur elf braucht.“ Der 34-Jährige, der 2021 mit Borussia Düsseldorf das seltene Triple gewann, weiß um die mentalen Herausforderungen.

Bad Königshofen setzt auf Eigenstärke

Weniger fatalistisch gibt sich Bastian Steger beim TSV Bad Königshofen. Der frühere EM-Dritte will sich mit seiner Mannschaft gegen den Abstieg stemmen: „Der Abstieg wäre für uns ein richtiger Schlag. Der Glaube an unsere eigene Stärke ist aber die beste Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir sind auch gut genug dafür.“ Steger warnt vor Spekulationen: „Rechenschieberspiele sind gefährlich.“

Grenzaus 44-jährige Tradition auf dem Spiel

Mindestens sehr bedrohlich ist die Situation für den TTC Zugbrücke Grenzau, der nach 44 Jahren im Oberhaus vor der Klippe steht. Bei den Westerwäldern, einst ebenfalls Triple-Gewinner, hält der scheidende Coach Slobodan Grujic mentale Stärke für entscheidend: „Jedes Spiel ist jetzt wie ein Finale. Entscheidend wird sein, wer unter diesem Druck am besten spielt.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, welcher der drei Vereine die Nerven behält und den Klassenerhalt schafft.

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