Winterchaos zwingt Fußballverband zum Handeln
Erst Schnee, dann Tauwetter und nun wieder eisige Temperaturen: Der unberechenbare Winter hat in der Regionalliga Nordost für ein regelrechtes Chaos gesorgt. Bislang mussten bereits 27 Partien aufgrund unbespielbarer Plätze abgesagt werden, was Trainer und Vereinsverantwortliche in Rage versetzte.
Verzweifelte Vereine wenden sich an den Verband
Wie aus internen Kreisen bekannt wurde, haben sich zwölf Vereine der Regionalliga Nordost direkt an den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) gewandt. Ihre dringende Forderung: Eine Verlängerung der Winterpause, um zukünftige Spielausfälle zu vermeiden. Jenas Trainer Volkan Uluc sprach sogar von einem bevorstehenden "Horror-März" mit durchgehend englischen Wochen, sollte sich nichts ändern.
NOFV reagiert mit konkreten Maßnahmen
Der Verband hat nun reagiert und intern bereits eine wichtige Entscheidung getroffen. In der nächsten Spielzeit soll der Auftakt zur Frühjahrsrunde um mindestens eine, wahrscheinlich sogar um zwei Wochen verschoben werden – konkret auf Mitte Februar 2027. Diese Anpassung des Rahmenterminplans soll in den kommenden Tagen offiziell kommuniziert werden.
Trainingsbedingungen verschärfen die Situation
Doch nicht nur die ausgefallenen Punktspiele bereiten den Klubs Sorgen. Auch die Trainingsbedingungen in der vierten Liga sind alles andere als optimal. In Erfurt beispielsweise steht zwar ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, doch die Stadt hat diesen gesperrt. Dies zwang den RWE sogar dazu, nach Frankfurt zu reisen, um auf dem DFB-Campus ein Testspiel zu bestreiten.
Erfurt gehört zusammen mit Chemie Leipzig, Lok Leipzig und Halle zu den vier Ostklubs, die sich Trainingszeiten bei Rasenballsport Leipzig sicherten – eine Maßnahme, die bei den Fans auf Protest stieß. Am kommenden Wochenende stehen mit dem Duell des FSV Zwickau gegen Hertha BSC II am Samstag und der Partie des Chemnitzer FC gegen Lok Leipzig nur noch zwei Spiele auf dem Programm. Alle anderen Begegnungen fallen erneut aus.
Neuer Spielplan soll Chaos verhindern
Die kurzfristige Entscheidung des NOFV zielt darauf ab, ein ähnliches Chaos in den kommenden Wintern zu vermeiden. Durch die Verschiebung des Frühjahrsauftakts hofft der Verband, den Vereinen mehr Planungssicherheit zu geben und die Spielbedingungen zu verbessern. Ob diese Maßnahme ausreicht, um die Herausforderungen des deutschen Winterfußballs dauerhaft zu bewältigen, bleibt abzuwarten.



